Omanut hat 2023 unter dem Titel «Die Wiederentdeckung eines schillernden Intellektuellen» den jüdischen Religionssoziologen Jacob Taubes (1923-1987), Sohn des ICZ-Rabbiners Zwi Taubes, vorgestellt. Nun legt dessen 1953 geborener Sohn Ethan Taubes seine Erinnerungen an den Vater vor, bei dem er nach dem Suizid seiner Mutter Susan einige Zeit in Berlin lebte. Danach kehrte er nach New York zurück, wo er an der Yale School of Drama studierte und einige Jahre am Theater arbeitete. Nach einem Jurastudium war er als Asylberater in der Einwanderungsbehörde sowie als Dozent für Asylrecht tätig. Im Gespräch mit seiner Cousine Madeleine Dreyfus berichtet er von der schwierigen Beziehung zu seinem Vater und über dessen Vermächtnis.
Die Friedensaktivistin und Stand-up-Comedian Noam Shuster wuchs im Friedensdorf «Neve Shalom» auf. Sie spricht Hebräisch und Arabisch und gehört einer vormals hoffnungsvollen Generation an. Nach ihrer Tätigkeit für die UNO wechselt Noam zur Satire und inszeniert die One-Woman-Show «Coexistence, My Ass!». Die libanesisch-kanadische Regisseurin Amber Fares begleitet die charismatische und auch bei einem palästinensischen Publikum beliebte Noam mehrere Jahre lang. Selbst nach dem 7. Oktober 2024 ist Shusters politische Botschaft eindeutig: Ohne Gleichberechtigung kann es keinen Frieden geben.
Ungehorsam ist das Gebot der Stunde. In diesem Sinne trifft das KunstmuseumSt.Gallen mit «Jacqueline de Jong. Disobedience», der ersten Retrospektive der Künstlerin in der Schweiz, einen Nerv der Zeit. Die von Melanie Bühler kenntnisreich eingerichtete Ausstellung zeigt eine Künstlerin, die als Autodidaktin genauso beharrlich wie intuitiv ein eindrückliches und vielseitiges Werk erschaffen hat.
Kurz nach ihrer Geburt 1939 im niederländischen Hengelo musste die jüdische Familie de Jong untertauchen. Nur dank der Hilfe der französischen Résistance gelang Mutter und Tochter die Flucht in die Schweiz. Die Erfahrungen während des Zweiten Weltkrieges scheinen Jacqueline de Jongs Liebe zu Frankreich geweckt sowie ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg geprägt zuhaben. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden, doch kam sie über ihre Arbeit für den einflussreichen Direktor des Amsterdamer Stedelijk Museums, Willem Sandberg,in Kontakt mit wichtigen Figuren der Avantgarde-Bewegungen der 60er Jahre. Mit dem CoBrA-Mitglied Asger Jorn lebte sie in einer fruchtbaren Künstlerbeziehung und wandte sich neben der Malerei auch dem Mittel der Collage zu. Als Mitglied der Situationistischen Internationalen brachte sie von 1962 bis 1967 die mehrsprachige Zeitschrift «Situationist Times» heraus und experimentierte dabei mit ungewöhnlicherTypographie und Buchgestaltung.
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Omanut hat 2023 unter dem Titel «Die Wiederentdeckung eines schillernden Intellektuellen» den jüdischen Religionssoziologen Jacob Taubes (1923-1987), Sohn des ICZ-Rabbiners Zwi Taubes, vorgestellt. Nun legt dessen 1953 geborener Sohn Ethan Taubes seine Erinnerungen an den Vater vor, bei dem er nach dem Suizid seiner Mutter Susan einige Zeit in Berlin lebte. Danach kehrte er nach New York zurück, wo er an der Yale School of Drama studierte und einige Jahre am Theater arbeitete. Nach einem Jurastudium war er als Asylberater in der Einwanderungsbehörde sowie als Dozent für Asylrecht tätig. Im Gespräch mit seiner Cousine Madeleine Dreyfus berichtet er von der schwierigen Beziehung zu seinem Vater und über dessen Vermächtnis.
Die Friedensaktivistin und Stand-up-Comedian Noam Shuster wuchs im Friedensdorf «Neve Shalom» auf. Sie spricht Hebräisch und Arabisch und gehört einer vormals hoffnungsvollen Generation an. Nach ihrer Tätigkeit für die UNO wechselt Noam zur Satire und inszeniert die One-Woman-Show «Coexistence, My Ass!». Die libanesisch-kanadische Regisseurin Amber Fares begleitet die charismatische und auch bei einem palästinensischen Publikum beliebte Noam mehrere Jahre lang. Selbst nach dem 7. Oktober 2024 ist Shusters politische Botschaft eindeutig: Ohne Gleichberechtigung kann es keinen Frieden geben.
Ungehorsam ist das Gebot der Stunde. In diesem Sinne trifft das KunstmuseumSt.Gallen mit «Jacqueline de Jong. Disobedience», der ersten Retrospektive der Künstlerin in der Schweiz, einen Nerv der Zeit. Die von Melanie Bühler kenntnisreich eingerichtete Ausstellung zeigt eine Künstlerin, die als Autodidaktin genauso beharrlich wie intuitiv ein eindrückliches und vielseitiges Werk erschaffen hat.
Kurz nach ihrer Geburt 1939 im niederländischen Hengelo musste die jüdische Familie de Jong untertauchen. Nur dank der Hilfe der französischen Résistance gelang Mutter und Tochter die Flucht in die Schweiz. Die Erfahrungen während des Zweiten Weltkrieges scheinen Jacqueline de Jongs Liebe zu Frankreich geweckt sowie ihre künstlerische Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg geprägt zuhaben. Eigentlich wollte sie Schauspielerin werden, doch kam sie über ihre Arbeit für den einflussreichen Direktor des Amsterdamer Stedelijk Museums, Willem Sandberg,in Kontakt mit wichtigen Figuren der Avantgarde-Bewegungen der 60er Jahre. Mit dem CoBrA-Mitglied Asger Jorn lebte sie in einer fruchtbaren Künstlerbeziehung und wandte sich neben der Malerei auch dem Mittel der Collage zu. Als Mitglied der Situationistischen Internationalen brachte sie von 1962 bis 1967 die mehrsprachige Zeitschrift «Situationist Times» heraus und experimentierte dabei mit ungewöhnlicherTypographie und Buchgestaltung.
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