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FORUM FÜR JÜDISCHE KUNST UND KULTUR

The Klezmer Project

Jeden Sonntag im Mai, 12 Uhr
Ein frustrierter Auftragsfilmer verliebt sich in eine Klezmer-Klarinettistin und begibt sich mit ihr auf die Suche nach einer beinahe verschwundenen jüdischen Musiktradition. Im Länderdreieck Ukraine- Rumänien-Moldawien, auf welchem sich das einstige «Jiddischland» erstreckte, finden die beiden jüdischen Argentinier bei lokalen Bands Spuren der einst blühenden Klezmer-Kultur. Auf diese Weise dokumentieren Leandro Koch und Paloma Schachman, die sich im Film selber spielen und gleichzeitig Regie führen, die letzten Bandmitglieder der legendären Técsői Band und andere wunderbare Roma Musiker, die das Erbe des Klezmers pflegen. Unterstützt werden sie dabei von Originalen wie Bob Cohen, der für seine Studien aus den USA nach Ungarn gezogen ist. Auch er weiss, dass die letzten Spuren des reichen kulturellen Erbes der Juden Osteuropas am Verschwinden sind: Nachdem der nationalsozialistische Völkermord das Jiddische beinahe ausgelöscht hatte, wurde es zusätzlich in Israel zum Schweigen gebracht, hatte man sich doch für das Hebräische als Nationalsprache entschieden. Es ist also nicht nur die Nostalgie für eine musikalische, sondern auch für eine Alltags-Sprache, die den Film durchzieht. Eine wunderbar poetische, auf Jiddisch erzählte Parallelgeschichte verdeutlicht dies: «Jiddischland» war ein Ort, an dem gelitten, geliebt, geflunkert und musiziert wurde und dem eine melancholische Heiterkeit eigen war, die es in der harten Realität des «Hebräierland» so nicht mehr gibt.

Kunst-Tal Bergell Atelierbesuche bei Miriam Cahn und Varlin

Sonntag, 16. Juni 2024, ab 10 Uhr
Mit Willy Guggenheim, alias Varlin (1900-1977), und mit Miriam Cahn sind gleich zwei international renommierte jüdische Kunstschaffende von ihren jeweiligen Geburtsstätten Zürich und Basel ins Bergell gezogen. Das Tal ist abgeschieden und offen zugleich, denn es verbindet die Schweiz mit Italien und hat vielleicht gerade deshalb so viele Künstler und Künstlerinnen hervorgebracht und angezogen.

OMANUT vergibt seit 1995 einen För­der­­preis, wel­cher alle zwei Jahre aus­­ge­schrie­­ben wird.

Omanut befasst sich mit allen Kul­tur­­spar­ten: Bil­dende Kunst, Film, Thea­ter, Li­te­­ra­tur und Musik.

Omanut konzipiert und ver­an­­stal­tet re­gel­­mässig Kon­zer­te, Le­sungen, Aus­stel­­lungen, Film­vor­­füh­rungen und kleine Fes­ti­vals. 

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