FORUM FÜR JÜDISCHE KUNST UND KULTUR

Auf den Spuren von Max Lichtegg – Hommage zum 30. Todestag
Spaziergang und Konzert mit Alfred Fassbind und Theodor Lichtmann 

Donnerstag, 22. September, 18.00 / 20.00 Uhr
Isidor Pugatsch erzählt die Geschichte, als wäre sie gestern passiert. Hatte ihm doch Max Lichtegg im Spätsommer 1992 Grüsse an seinen in den USA lebenden ehemaligen Opernhaus-Kollegen und Altersgenossen Marko Rothmüller mitgegeben; mit der Bitte, er solle der Gesundheit willen ja nicht aufhören zu singen. Und nun las Pugatsch auf dem Rückflug in der NZZ, dass Max Lichtegg am 22. September unerwartet verstorben war. Beide Sänger kannte Pugatsch durch seinen Vater Mordechai Beer, der lieber Künstler als Schneider geworden wäre.
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Lemberg oder eine andere Kriegsgeschichte – Der jüdische Arzt Ludwik Fleck im Porträt von Andreas Pospischil

Mittwoch, 26. Oktober 2022, 19.00 Uhr
Das Fleckfieber war auch wegen seiner Ausbreitung in Kriegszeiten eine besorgniserregende Krankheit. Ludwik Fleck, ein Arzt und Philosoph aus Lemberg, hat wesentlich zu diesem Phänomen geforscht. Sein Weg als Wissenschaftler und Jude liest sich in der Darstellung von Andreas Pospischil wie ein Krimi; aber auch wie eine andere Geschichte Lembergs. In der Stadt - einst eine blühende k. u. k. Metropole, danach polnisch und nach der Besetzung durch die Nazis schliesslich Teil der Sowjetunion - leistete Fleck wichtige Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Medizin.
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Anziehende Antiheldinnen
Krimis aus Israel von Yonatan Sagiv und Shulamit Lapid

Samstag, 29. Oktober 2022, 18.00 Uhr
«Sicher, meine Schöne, sicher», sind die letzten Worte, welche die aufstrebende Sängerin Gabriela Oded Chefer ins Ohr flötet. Sie ist eine Transfrau, «die Schöne» ein queerer Privatermittler, der nach ihrer Ermordung alles daransetzt, den Schuldigen zu finden. Yonatan Sagivs erster Krimi «Der letzte Schrei» (Kein & Aber 2022) führt in den Süden Tel Avivs, dessen Fassade unpolierter als der Rest dieser glänzenden Stadt ist. Hier herrscht das Recht des Stärkeren, aber auch eine Solidarität zwischen Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben: Prostituierte, Kleinkriminelle, Illegale.
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OMANUT vergibt seit 1995 einen För­der­­preis, wel­cher alle zwei Jahre aus­­ge­schrie­­ben wird.

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Omanut konzipiert und ver­an­­stal­tet re­gel­­mässig Kon­zer­te, Le­sungen, Aus­stel­­lungen, Film­vor­­füh­rungen und kleine Fes­ti­vals. 

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