Als jüdische Künstlerin wurde Valeska Gerts ausserordentliche Karriere durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten jäh unterbrochen. Da sie im Exil in London und in den USA ihre Werke nicht in öffentlichen Theatern aufführen konnte, musste sie eigene Lokale gründen. Legendär ist ihre New Yorker Beggar Bar an der Bleecker Street: In einer Anzeige warb Valeska Gert damit, dass sie für ihr Cabaret «junge Talente in Tanz und Chanson ohne Honorar» ausbilde und dass der Mindestverzehr je nach Wochentag zwischen 55 und 90 Cents liege. Die Armut begleitete die begütert aufgewachsene Künstlerin auch nach Zürich, wo sie zwischen 1948 und 1950 das Cabaret Valeska und ihr Küchenpersonal an der Schoffelgasse 7 betrieb, bevor sie nach Berlin zurückkehrte und später nach Sylt zog. Ihre Lebensdevise findet sich in ihrer Autobiografie Ich bin eine Hexe. Kaleidoskop meines Lebens von 1968: «Wenn alles so schnell vorbei ist, dann muss ich schnell viel erleben, ganz dicht.» So war ihr Leben: dicht und dramatisch. Doch vor allem war sie eine furchtlose Frau, die sich von gesellschaftlichen und historischen Widrigkeiten nicht beirren liess.
Als jüdische Künstlerin wurde Valeska Gerts ausserordentliche Karriere durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten jäh unterbrochen. Da sie im Exil in London und in den USA ihre Werke nicht in öffentlichen Theatern aufführen konnte, musste sie eigene Lokale gründen. Legendär ist ihre New Yorker Beggar Bar an der Bleecker Street: In einer Anzeige warb Valeska Gert damit, dass sie für ihr Cabaret «junge Talente in Tanz und Chanson ohne Honorar» ausbilde und dass der Mindestverzehr je nach Wochentag zwischen 55 und 90 Cents liege. Die Armut begleitete die begütert aufgewachsene Künstlerin auch nach Zürich, wo sie zwischen 1948 und 1950 das Cabaret Valeska und ihr Küchenpersonal an der Schoffelgasse 7 betrieb, bevor sie nach Berlin zurückkehrte und später nach Sylt zog. Ihre Lebensdevise findet sich in ihrer Autobiografie Ich bin eine Hexe. Kaleidoskop meines Lebens von 1968: «Wenn alles so schnell vorbei ist, dann muss ich schnell viel erleben, ganz dicht.» So war ihr Leben: dicht und dramatisch. Doch vor allem war sie eine furchtlose Frau, die sich von gesellschaftlichen und historischen Widrigkeiten nicht beirren liess.