Der Komponist Yehoshua Lakner ist heute beinahe vergessen, doch Ende der 60er-Jahre war in der Zürcher Presse viel Lobendes über seine Bühnenmusik für das Theater an der Winkelwiese und das Schauspielhaus zu lesen. 1969 erhielt er zudem vom Zürcher Stadtrateinen Preis in Form eines Kompositionsauftrags, was angesichts seiner Vorliebe für «auf dem Tonband komponierte Musik» als fortschrittlicher Entscheid gewertet werden muss. Es gab immer wieder Bestrebungen, dem Werk des 2003 verstorbenen Komponisten ein Forum zu bieten. So wurde ihm 2015 im Zürcher Walcheturm ein abendfüllendes Programm gewidmet, in dessen Mittelpunkt das Werk Segante (1999) für zwei Computer, zwei Bildschirme, Sprecherin und Sprecher stand. Die Einleitung übernahm damals der Musiker Alfred Zimmerlin. Zehn Jahre nach diesem eindrücklichen Anlass wird er erneut das Schaffen des 1924 in Bratislava geborenen Yehoshua Lakner vorstellen. Dieses Mal gemeinsam mit Bruno Spoerri, der bei verschiedenen Gelegenheiten mit Lakner zusammenarbeitete. Neben Filmausschnitten der Aufführung von Segante gibt es ein Live-Konzert mit Bruno Spoerri, der wie Lakner mit seiner frühen Leidenschaft für elektronischeMusik die Schweizer Musiklandschaft bereichert hat.
Bruno Spoerri, geboren 1935 in Zürich als Sohn einer Violinistin und eines Elektroingenieurs, ist seit den frühen 50er-Jahren in der Schweizer Jazzszene bekannt, zunächst als Saxofonist, später auch als Komponist, Arrangeur und Produzent und nicht zuletzt als Pionier im Bereich der elektronischen Musik. Der studierte Psychologe hat Musik zu über 500 Werbefilmen, zu Dokumentar- und Spielfilmen, Fernsehsigneten und Hörspielen komponiert und ein Buch zur Geschichte der Schweizer elektronischen Musik herausgegeben. Heute spielt er in Solo-Konzerten «Computer-Assisted Jazz» oder tritt mit Kollegen wie den Pianisten Roger Girod und Claude Diallo auf.
Alfred Zimmerlin, geboren 1955 in Zürich, hat Musikwissenschaft und Musikethnologie an der Universität Zürich studiert. Seit 1980 Mitarbeit in der «Werkstatt für improvisierte Musik» (WIM) Zürichund von 2010 bis 2022 Dozent für Improvisation an der Musikakademie Basel. Die Werkliste des vielfach ausgezeichneten Komponisten umfasst Klavierstücke, Kammermusik mit oder ohne Live-Elektronik, Vokal- und Orchestermusik, Musiktheater, Arbeiten für Rundfunk und Film. Als Cellist ist Zimmerlin auch als improvisierender Musiker und in zahlreichen Formationen in Europa und den USA aufgetreten.
Wir danken der Yehoshua und Margrit Lakner-Stiftung für die grosszügige Unterstützung.
Der Komponist Yehoshua Lakner ist heute beinahe vergessen, doch Ende der 60er-Jahre war in der Zürcher Presse viel Lobendes über seine Bühnenmusik für das Theater an der Winkelwiese und das Schauspielhaus zu lesen. 1969 erhielt er zudem vom Zürcher Stadtrateinen Preis in Form eines Kompositionsauftrags, was angesichts seiner Vorliebe für «auf dem Tonband komponierte Musik» als fortschrittlicher Entscheid gewertet werden muss. Es gab immer wieder Bestrebungen, dem Werk des 2003 verstorbenen Komponisten ein Forum zu bieten. So wurde ihm 2015 im Zürcher Walcheturm ein abendfüllendes Programm gewidmet, in dessen Mittelpunkt das Werk Segante (1999) für zwei Computer, zwei Bildschirme, Sprecherin und Sprecher stand. Die Einleitung übernahm damals der Musiker Alfred Zimmerlin. Zehn Jahre nach diesem eindrücklichen Anlass wird er erneut das Schaffen des 1924 in Bratislava geborenen Yehoshua Lakner vorstellen. Dieses Mal gemeinsam mit Bruno Spoerri, der bei verschiedenen Gelegenheiten mit Lakner zusammenarbeitete. Neben Filmausschnitten der Aufführung von Segante gibt es ein Live-Konzert mit Bruno Spoerri, der wie Lakner mit seiner frühen Leidenschaft für elektronischeMusik die Schweizer Musiklandschaft bereichert hat.
Bruno Spoerri, geboren 1935 in Zürich als Sohn einer Violinistin und eines Elektroingenieurs, ist seit den frühen 50er-Jahren in der Schweizer Jazzszene bekannt, zunächst als Saxofonist, später auch als Komponist, Arrangeur und Produzent und nicht zuletzt als Pionier im Bereich der elektronischen Musik. Der studierte Psychologe hat Musik zu über 500 Werbefilmen, zu Dokumentar- und Spielfilmen, Fernsehsigneten und Hörspielen komponiert und ein Buch zur Geschichte der Schweizer elektronischen Musik herausgegeben. Heute spielt er in Solo-Konzerten «Computer-Assisted Jazz» oder tritt mit Kollegen wie den Pianisten Roger Girod und Claude Diallo auf.
Alfred Zimmerlin, geboren 1955 in Zürich, hat Musikwissenschaft und Musikethnologie an der Universität Zürich studiert. Seit 1980 Mitarbeit in der «Werkstatt für improvisierte Musik» (WIM) Zürichund von 2010 bis 2022 Dozent für Improvisation an der Musikakademie Basel. Die Werkliste des vielfach ausgezeichneten Komponisten umfasst Klavierstücke, Kammermusik mit oder ohne Live-Elektronik, Vokal- und Orchestermusik, Musiktheater, Arbeiten für Rundfunk und Film. Als Cellist ist Zimmerlin auch als improvisierender Musiker und in zahlreichen Formationen in Europa und den USA aufgetreten.
Wir danken der Yehoshua und Margrit Lakner-Stiftung für die grosszügige Unterstützung.