85 Jahre nach der Gründungsversammlung von Omanut, bei der Kurt Hirschfeld (1902-1964) als Kunstreferent gewählt wurde, würdigt das Schauspielhaus mit einer Filmpremiere seinen langjährigen Dramaturgen und Direktor. Der Film von Stina Werenfels und Samir beleuchtet mit Originaldokumenten, Interviews und der Erzählung der Tochter Ruth Hirschfeld ein Leben und Wirken unter schwierigen Bedingungen: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entwickelte sich das Schauspielhaus Zürich zu einem unter Beobachtung stehenden «Emigranten-theater», das dank der Umsicht von Menschen wie Emil und Emmy Oprecht und deren Freund Kurt Hirschfeld seinen Betrieb und seinen widerständigen Geist auch nach dem Weggang des jüdischen Theaterdirektors Ferdinand Rieser aufrechterhalten konnte. Mit Hirschfelds frühem Tod 1964 wurde eine prägende Figur der Zürcher Kulturszene schnell zu einem «Unbekannten Bekannten», der hinter den grossen Namen wie Dürrenmatt und Frisch, die ihm als Dramatiker viel verdankten, in Vergessenheit geriet.
Nach der Filmvorführung wird Daniel Binswanger, Co-Chefredaktor «Republik», mit der Regisseurin Stina Werenfels, Ruth Hirschfeld und der Literaturprofessorin Ursula Amrein über Kurt Hirschfelds Bedeutung für das Schauspielhaus Zürich sprechen.
85 Jahre nach der Gründungsversammlung von Omanut, bei der Kurt Hirschfeld (1902-1964) als Kunstreferent gewählt wurde, würdigt das Schauspielhaus mit einer Filmpremiere seinen langjährigen Dramaturgen und Direktor. Der Film von Stina Werenfels und Samir beleuchtet mit Originaldokumenten, Interviews und der Erzählung der Tochter Ruth Hirschfeld ein Leben und Wirken unter schwierigen Bedingungen: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten entwickelte sich das Schauspielhaus Zürich zu einem unter Beobachtung stehenden «Emigranten-theater», das dank der Umsicht von Menschen wie Emil und Emmy Oprecht und deren Freund Kurt Hirschfeld seinen Betrieb und seinen widerständigen Geist auch nach dem Weggang des jüdischen Theaterdirektors Ferdinand Rieser aufrechterhalten konnte. Mit Hirschfelds frühem Tod 1964 wurde eine prägende Figur der Zürcher Kulturszene schnell zu einem «Unbekannten Bekannten», der hinter den grossen Namen wie Dürrenmatt und Frisch, die ihm als Dramatiker viel verdankten, in Vergessenheit geriet.
Nach der Filmvorführung wird Daniel Binswanger, Co-Chefredaktor «Republik», mit der Regisseurin Stina Werenfels, Ruth Hirschfeld und der Literaturprofessorin Ursula Amrein über Kurt Hirschfelds Bedeutung für das Schauspielhaus Zürich sprechen.