Ein Professorenpaar, zwei Spezialgebiete: Amy-Jill Levine, Professorin für Neues Testament und Jüdische Studien und zurzeit Gastprofessorin in Luzern, wird in ihrem Vortrag «Jesus and the Parables» auf die Gleichnisse von Jesus eingehen. Sie ordnet diese in einen jüdischen Kontext ein und beleuchtet deren ethische Botschaften, die bis heute relevant sind. Ihr Ehemann, Jay Geller, ein Experte für moderne jüdische Kultur und Geschichte, wird untersuchen, wie Freuds jüdische Identität seine Schriften geprägt hat und wie die Identifizierung Freuds als Jude weiterhin seine Rezeption beeinflusst.
Nach den beiden Vorträgen wird Prof. Christian M. Rutishauser, Leiter des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung an der Universität Luzern, mit den beiden ins Gespräch treten.
Amy-Jill Levine begann ihre Lehrtätigkeit am Swarthmore College und lehrte dann bis 2021 als University Professor of New Testament and Jewish Studies sowie Mary Jane Werthan Professor of Jewish Studies an der Theologischen Fakultät der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, wo sie seither Emerita ist. Zudem ist sie Rabbi Stanley M. Kessler Distinguished Professor of New Testament and Jewish Studies an der Hartford International University. Daneben ist sie bis heute Affiliated Professor am Woolf Institute an der britischen Cambridge University und seit 2021 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. In ihrer Forschung und Lehre verbindet Levine «historisch-kritische Strenge, das Feingefühl der Literarkritik und häufig eine Prise Humor mit einer Verpflichtung zur Beseitigung antisemitischer, sexistischer und homophober Theologien». Sie ist u.a. Mitherausgeberin der englischen Originalausgabe von «Das Neue Testament jüdisch erklärt».
Jay Geller ist emeritierter Professor für Moderne Jüdische Kultur an der Vanderbilt University, wo er von 1994 bis 2021 an der Divinity School und im Fachbereich Jüdische Studien unterrichtet hat. Er ist Autor von «On Freud’s Jewish Body: Mitigating Circumcisions» (2007), «The Other Jewish Question: Identifying the Jew and Making Sense of Modernity» (2011), «Bestiarium Judaicum: Unnatural Histories of the Jews» (2018) und des diesen November bei Indiana University Press erscheinenden Werks «Living While Circumcised: Jewish Resilience during the Shoah».
Eine Zusammenarbeit von Omanut mit der Daniel Gablinger-Stiftung
Anmeldung für die auf Englisch geführte Veranstaltung:
omanut@omanut.ch / 044 915 28 63
Ein Professorenpaar, zwei Spezialgebiete: Amy-Jill Levine, Professorin für Neues Testament und Jüdische Studien und zurzeit Gastprofessorin in Luzern, wird in ihrem Vortrag «Jesus and the Parables» auf die Gleichnisse von Jesus eingehen. Sie ordnet diese in einen jüdischen Kontext ein und beleuchtet deren ethische Botschaften, die bis heute relevant sind. Ihr Ehemann, Jay Geller, ein Experte für moderne jüdische Kultur und Geschichte, wird untersuchen, wie Freuds jüdische Identität seine Schriften geprägt hat und wie die Identifizierung Freuds als Jude weiterhin seine Rezeption beeinflusst.
Nach den beiden Vorträgen wird Prof. Christian M. Rutishauser, Leiter des Instituts für Jüdisch-Christliche Forschung an der Universität Luzern, mit den beiden ins Gespräch treten.
Amy-Jill Levine begann ihre Lehrtätigkeit am Swarthmore College und lehrte dann bis 2021 als University Professor of New Testament and Jewish Studies sowie Mary Jane Werthan Professor of Jewish Studies an der Theologischen Fakultät der Vanderbilt University in Nashville, Tennessee, wo sie seither Emerita ist. Zudem ist sie Rabbi Stanley M. Kessler Distinguished Professor of New Testament and Jewish Studies an der Hartford International University. Daneben ist sie bis heute Affiliated Professor am Woolf Institute an der britischen Cambridge University und seit 2021 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. In ihrer Forschung und Lehre verbindet Levine «historisch-kritische Strenge, das Feingefühl der Literarkritik und häufig eine Prise Humor mit einer Verpflichtung zur Beseitigung antisemitischer, sexistischer und homophober Theologien». Sie ist u.a. Mitherausgeberin der englischen Originalausgabe von «Das Neue Testament jüdisch erklärt».
Jay Geller ist emeritierter Professor für Moderne Jüdische Kultur an der Vanderbilt University, wo er von 1994 bis 2021 an der Divinity School und im Fachbereich Jüdische Studien unterrichtet hat. Er ist Autor von «On Freud’s Jewish Body: Mitigating Circumcisions» (2007), «The Other Jewish Question: Identifying the Jew and Making Sense of Modernity» (2011), «Bestiarium Judaicum: Unnatural Histories of the Jews» (2018) und des diesen November bei Indiana University Press erscheinenden Werks «Living While Circumcised: Jewish Resilience during the Shoah».
Eine Zusammenarbeit von Omanut mit der Daniel Gablinger-Stiftung
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