In ihrer Sound-Installation «The Voice of Memory» (2022) auf dem Gelände einer ehemaligen Nazikaserne, die später Hauptquartier der US-Streitkräfte und der NATO wurde, verbindet die Landschaftsarchitektin Robin Winogrond Ereignisse aus dem politischen, militärischen und historischen Bereich: Die Einspielungen reichen von Hitlers Ankündigung einer neuen Weltordnung sowie Zeugnissen von Holocaust-Überlebenden bis zu Liedern von Bob Dylan und Nina Hagen. Als Amerikanerin mit jüdischen Wurzeln hat sie zu diesem Projekt, das kein Denkmal, sondern eine zeitgenössische Interpretation des Ortes sein will, eine besondere Affinität.
Die Vielschichtigkeit ihrer Herangehensweise zeigt sich auch bei dem Park, den Robin Winogrond 2021 für Zürichs «Circle» beim Flughafen Zürich gestaltet hat. Ihre Interventionen gehen eine Beziehung mit dem Vorhandenen ein: der natürlichen Moräne und dem künstlichem Autobahnschutt. Auf dem höchsten Punkt der Parklandschaft befindet sich eine Plattform, auf der ein so technisch raffiniertes wie ästhetisch bezaubernden Wasserspiel Himmel und Erde verschmelzen lässt.
In ihrem Vortrag wird Robin Winogrond anhand einer Reihe von Projekten aufzeigen, dass es bei der Landschaftsarchitektur immer um philosophische Fragen und um das Schaffen von Freiräumen geht, die Orten eine Identität verleihen können. Sie versteht ihre Arbeit als eine Suche nach dem poetischen Potenzial von Stätten, sei dies im urbanen Raum oder in der Agglomeration. Dementsprechend fasst sie ihr Schaffen als «Search for Geographical Reenchantment» auf und lässt dabei ihr Wissen über Umweltpsychologie und Stadtentwicklung einfliessen.
Robin Winogrond ist Landschaftsarchitektin und Urban Designer in Zürich. Sie arbeitet international an Projekten, in Jurys, als Dozentin und Herausgeberin. Von 2019-21 lehrte sie an der Harvard Graduate School of Design. Ihr interdisziplinärer Hintergrund spiegelt sich in einer Reihe von preisgekrönten Projekten wider, die vom gebauten Stadtraum über Installationen und Gärten bis hin zu Konzepten für grosse und kleine Freiräume reichen. Sie war Resident Artist an der Kunstakademie Stuttgart und ist Mitbegründerin von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, wo sie von 2014-2020 Partnerin war.
Nach dem Vortrag findet ein Gespräch zwischen Robin Winogrond und Omanut-Vorstandsmitglied Susanna Koeberle statt.
In ihrer Sound-Installation «The Voice of Memory» (2022) auf dem Gelände einer ehemaligen Nazikaserne, die später Hauptquartier der US-Streitkräfte und der NATO wurde, verbindet die Landschaftsarchitektin Robin Winogrond Ereignisse aus dem politischen, militärischen und historischen Bereich: Die Einspielungen reichen von Hitlers Ankündigung einer neuen Weltordnung sowie Zeugnissen von Holocaust-Überlebenden bis zu Liedern von Bob Dylan und Nina Hagen. Als Amerikanerin mit jüdischen Wurzeln hat sie zu diesem Projekt, das kein Denkmal, sondern eine zeitgenössische Interpretation des Ortes sein will, eine besondere Affinität.
Die Vielschichtigkeit ihrer Herangehensweise zeigt sich auch bei dem Park, den Robin Winogrond 2021 für Zürichs «Circle» beim Flughafen Zürich gestaltet hat. Ihre Interventionen gehen eine Beziehung mit dem Vorhandenen ein: der natürlichen Moräne und dem künstlichem Autobahnschutt. Auf dem höchsten Punkt der Parklandschaft befindet sich eine Plattform, auf der ein so technisch raffiniertes wie ästhetisch bezaubernden Wasserspiel Himmel und Erde verschmelzen lässt.
In ihrem Vortrag wird Robin Winogrond anhand einer Reihe von Projekten aufzeigen, dass es bei der Landschaftsarchitektur immer um philosophische Fragen und um das Schaffen von Freiräumen geht, die Orten eine Identität verleihen können. Sie versteht ihre Arbeit als eine Suche nach dem poetischen Potenzial von Stätten, sei dies im urbanen Raum oder in der Agglomeration. Dementsprechend fasst sie ihr Schaffen als «Search for Geographical Reenchantment» auf und lässt dabei ihr Wissen über Umweltpsychologie und Stadtentwicklung einfliessen.
Robin Winogrond ist Landschaftsarchitektin und Urban Designer in Zürich. Sie arbeitet international an Projekten, in Jurys, als Dozentin und Herausgeberin. Von 2019-21 lehrte sie an der Harvard Graduate School of Design. Ihr interdisziplinärer Hintergrund spiegelt sich in einer Reihe von preisgekrönten Projekten wider, die vom gebauten Stadtraum über Installationen und Gärten bis hin zu Konzepten für grosse und kleine Freiräume reichen. Sie war Resident Artist an der Kunstakademie Stuttgart und ist Mitbegründerin von Studio Vulkan Landschaftsarchitektur, wo sie von 2014-2020 Partnerin war.
Nach dem Vortrag findet ein Gespräch zwischen Robin Winogrond und Omanut-Vorstandsmitglied Susanna Koeberle statt.