Thomas Manns Weg von einem Repräsentanten der konservativen Revolution zu einem engagierten Verfechter der Weimarer Republik ist so komplex und anregend wie sein Werk, das auch 150 Jahre nach der Geburt des deutschen Autors nichts von seiner Faszination verloren hat. Im Jahrhundertroman «Der Zauberberg» (1924) ringen die beiden geistigen Kontrahenten Leo Naphta, ein Jesuit jüdischer Herkunft, und Lodovico Settembrini, ein liberaler Humanist, um die Seele des Protagonisten Hans Castorp. Mit Unbehagen erkennt man die Aktualität dieses weltanschaulichen Kampfeszwischen irrationalen und aufklärerischen Kräften, die unsere westlichen Gesellschaften zunehmend polarisieren. Wir steigen deshalb gemeinsam mit dem Literaturwissenschaftler Thomas Sparr und dem zivilgesellschaftlichen UnternehmerNicola Forster auf den «Zauberberg» und versprechen uns mehr Klarheit und Übersicht über das politische Geschehen der Gegenwart.
Thomas Sparr war nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg, Marburg und Paris von 1986 bis 1989 an der Hebräischen Universität in Jerusalem und am dortigen Leo Baeck Institut tätig. Von 1990 bis 1998 leitete er den Jüdischen Verlag, später war er Cheflektor des Siedler Verlags. Er lebt heute in Berlin und arbeitet als Editor-at-Large für den Suhrkamp Verlag. Seine beiden im Berenberg Verlag erschienenen Publikationen «Grunewald im Orient. Das deutsch-jüdische Jerusalem» (2018) und «Hotel Budapest, Berlin … Von Ungarn in Deutschland» (2021) sind bei Omanutvorgestellt worden. Sein neustes Buch «Zauberberge. Ein Jahrhundertroman aus Davos» ist letztes Jahr im selben Verlag veröffentlicht worden.
Nicola Forster ist Unternehmer, Stiftungs- und Verwaltungsrat, Jurist sowie der Urenkel des ersten Omanut-Präsidenten Alexander Schaichet. Er hat das staatslabor und den Think-Tank foraus mitaufgebaut und engagiert sich seit vielen Jahren zivilgesellschaftlich, u.a. als Präsident der Stiftung Science et Cité, als Vorstandsmitglied der Akademien Schweiz und als Mitglied der Schweizerischen UNESCO Kommission. Bis 2024 präsidierte er die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG sowie die GLP Kanton Zürich. Mit dem deutschen Europaabgeordneten Andreas Schwab publizierte er 2022 im Herder Verlag das Buch «Schweiz und Europa - eine politische Analyse». Aktuell arbeitet Nicola Forster am Aufbau einer Stiftung, die Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Staat, Wissenschaft und Kultur zu gesellschaftlichen Herausforderungen ins gemeinsame Handeln bringen soll.
Thomas Manns Weg von einem Repräsentanten der konservativen Revolution zu einem engagierten Verfechter der Weimarer Republik ist so komplex und anregend wie sein Werk, das auch 150 Jahre nach der Geburt des deutschen Autors nichts von seiner Faszination verloren hat. Im Jahrhundertroman «Der Zauberberg» (1924) ringen die beiden geistigen Kontrahenten Leo Naphta, ein Jesuit jüdischer Herkunft, und Lodovico Settembrini, ein liberaler Humanist, um die Seele des Protagonisten Hans Castorp. Mit Unbehagen erkennt man die Aktualität dieses weltanschaulichen Kampfeszwischen irrationalen und aufklärerischen Kräften, die unsere westlichen Gesellschaften zunehmend polarisieren. Wir steigen deshalb gemeinsam mit dem Literaturwissenschaftler Thomas Sparr und dem zivilgesellschaftlichen UnternehmerNicola Forster auf den «Zauberberg» und versprechen uns mehr Klarheit und Übersicht über das politische Geschehen der Gegenwart.
Thomas Sparr war nach dem Studium der Literaturwissenschaft und Philosophie in Hamburg, Marburg und Paris von 1986 bis 1989 an der Hebräischen Universität in Jerusalem und am dortigen Leo Baeck Institut tätig. Von 1990 bis 1998 leitete er den Jüdischen Verlag, später war er Cheflektor des Siedler Verlags. Er lebt heute in Berlin und arbeitet als Editor-at-Large für den Suhrkamp Verlag. Seine beiden im Berenberg Verlag erschienenen Publikationen «Grunewald im Orient. Das deutsch-jüdische Jerusalem» (2018) und «Hotel Budapest, Berlin … Von Ungarn in Deutschland» (2021) sind bei Omanutvorgestellt worden. Sein neustes Buch «Zauberberge. Ein Jahrhundertroman aus Davos» ist letztes Jahr im selben Verlag veröffentlicht worden.
Nicola Forster ist Unternehmer, Stiftungs- und Verwaltungsrat, Jurist sowie der Urenkel des ersten Omanut-Präsidenten Alexander Schaichet. Er hat das staatslabor und den Think-Tank foraus mitaufgebaut und engagiert sich seit vielen Jahren zivilgesellschaftlich, u.a. als Präsident der Stiftung Science et Cité, als Vorstandsmitglied der Akademien Schweiz und als Mitglied der Schweizerischen UNESCO Kommission. Bis 2024 präsidierte er die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG sowie die GLP Kanton Zürich. Mit dem deutschen Europaabgeordneten Andreas Schwab publizierte er 2022 im Herder Verlag das Buch «Schweiz und Europa - eine politische Analyse». Aktuell arbeitet Nicola Forster am Aufbau einer Stiftung, die Akteure aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Staat, Wissenschaft und Kultur zu gesellschaftlichen Herausforderungen ins gemeinsame Handeln bringen soll.