Mira Magén: „Zu blaue Augen“

Hannah Jona ist 77 Jahre alt, Witwe, und ihre Augen sind so blau, dass man sie schnell für ein bisschen exzentrisch hält. Sie lebt mit ihren drei unverheirateten Töchtern und einer Enkelin in einem der schönen alten zweistöckigen Jerusalemer Häuser, auf die es die Immobilienhaie abgesehen haben. Als Rafi, ein angeblicher Dichter, ein Zimmer mieten möchte, sorgt sich Johanna, die Pflegerin aus Rumänien, dass Hannahs Doppelleben entdeckt werden könnte.

Die israelische Autorin Mira Magén wuchs in einer bäuerlichen, orthodoxen, ostjüdisch geprägten Umgebung auf. Sie studierte Psychologie und Soziologie und arbeitete nach einer weiteren Ausbildung als Krankenschwester in einem Jerusalemer Krankenhaus in der onkologischen Abteilung. Anfang der  1990er Jahre begann sie mit dem Schreiben. Ihre Werke wurden in Israel zu Bestsellern. 1988 wurde sie mit dem Olschwung Foundation Award ausgezeichnet und 2005 mit dem Prime Minister’s Prize. Bislang erhielt sie fünfmal den Book Publishers Association’s Gold Book Prize. Magén nimmt auch Lehraufträge wahr, etwa an der Hebrew University in Jerusalem. Sie ist Mitglied in der israelischen Friedensbewegung Shalom Achschaw / Peace Now. Sie lebt mit ihrem Mann, einem Ingenieur, mit dem sie drei Kinder hat, in Jerusalem.

Anne Birkenhauer, mehrfach preisgekrönte literarische Übersetzerin aus dem Hebräischen, lebt in Jerusalem. Sie hat u.a. David Grossmans Meisterwerke «Eine Frau flieht vor einer Nachricht» und «Ein Pferd kommt in die Bar» ins Deutsche übersetzt.

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