AKTUELL

„Nehmen Sie Platz!“ mit dem Duo Alto

Sonntag,
6. Dezember
2020
Anat Nazarathy (Querflöte) und Noa Mick (Saxophon) bilden das Duo Alto, das ungewöhnlicherweise zwei Blasinstrumente vereint: Die Flöte und das Saxophon sind sich teilweise ähnlich und haben doch eine andere Klangcharakteristik. Das Spiel der jungen Musikerinnen schafft Raum für die Individualität der beiden Instrumente und lässt zugleich ganz spezielle Momente sonischer Einheit entstehen.
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Pandora als Hoffnungsträgerin

Montag,
14. Dezember
2020
In „Zeitgemässe Betrachtungen über Krieg und Tod“ formuliert Freud inmitten der Schrecken des Ersten Weltkrieges seine Erkenntnis, dass ohne das Risiko des Todes das Leben arm und uninteressant wäre. Diese Setzung nimmt Elisabeth Bronfen in ihrer an Freud angelehnten Lektüre der ersten Phase der Corona-Pandemie auf und entwickelt ihre ganz eigenen Narrationen
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ARCHIV

«In der Sowjetnacht werde ich beten / für das selige sinnlose Wort»

Sonntag,
1. November
2020
Der 1891 in Warschau geborene, 1938 im Gulag ums Leben gekommene russisch-jüdische Dichter Ossip Mandelstam zählt zu den bedeutendsten lyrischen Stimmen des 20. Jahrhunderts. Der Literaturnobelpreisträger Joseph Brodsky bezeichnete ihn als «modernen Orpheus». Als politisch Verfolgter, der sein entlarvendes Epigramm auf den «Seelenverderber» Stalin mit dem Leben bezahlte, verdankt er seinen Weltruhm auch den Memoiren «Das Jahrhundert der Wölfe» seiner Witwe Nadeschda Mandelstam, die seine Gedichte auswendig lernte, um sie vor dem Zugriff von Stalins Häschern zu bewahren. Mitten in den Revolutionswirren schrieb er: «In der Sowjetnacht werde ich beten / für das selige sinnlose Wort». Heute gilt er als Klassiker der russischen Moderne.
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«Dürfen wir eintreten, Karin Huser»?

Donnerstag,
12. November
2020
Am Donnerstag, 12. November 2020 um 16.30 oder um 18.00 Uhr zeigt uns die promovierte Historikerin und Buchautorin Karin Huser ihren Arbeitsort, das Staatsarchiv des Kantons Zürich an der Winterthurerstrasse 170 auf dem Universitätscampus Irchel.  Karin Huser, die sich unter anderem mit der Publikation «Schtetl an der Sihl» (Chronos Verlag 1998) und der Mitarbeit an der «Geschichte der Juden im Kanton Zürich» (Orell Füssli 2005) einen Namen gemacht hat, präsentiert uns eine Auswahl aus der grossen Anzahl von Originaldokumenten zur jüdischen Geschichte Zürichs, die sich im Staatsarchiv befinden..
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„Ich komme aus der DDR, und ich bin Jude, und dabei bleibt es.“

Donnerstag,
29. Oktober
2020
Eine Hommage für den Autor, Filmemacher und Zeitgenossen Thomas Brasch. Die Geschichte des Künstlers Thomas Brasch (1945-2001) ist so faszinierend wie tragisch:  Das Kind jüdischer Emigranten wurde in England geboren und kam bereits als Einjähriger nach Deutschland in die Sowjetische Besatzungszone, wohin die aus Wien stammende Mutter Gerda ihrem Ehemann Horst Brasch nur widerwillig folgte.
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Die Traurigen Tropen von Claude Lévi-Strauss und Stefan Zweig

Sonntag,
25. Oktober
2020
Ein Zusammenspiel von Literatur, Ethnologie und Musik. Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss wie der österreichische Autor Stefan Zweig haben Brasilien bereist und darüber faszinierende Texte geschrieben. Während Lévi-Strauss’ «Tristes Tropiques» 1955 dessen Ruhm als Wissenschaftler begründete, hatte Zweig, als sein Brasilienbuch erschien, mit «Amok» (1922) den Tropen bereits eine Novelle von fiebriger Leidenschaft gewidmet und war ein allseits gefeierter Schriftsteller.
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Aus dem Osten Europas in die Schweiz

Samstag,
24. Oktober
2020
Omanut beleuchtet im Rahmen von «Zürich liest» vier Autoren und ihre Reisen zu sich selbst. Biographie und Fiktion vermischen sich bei Stefan Zweigs und Claude Lévi-Strauss’ Auseinandersetzung mit den Tropen genauso wie in den beiden Familiengeschichten von Johanna Lier und Eric Bergkraut, deren Vorfahren aus dem Osten Europas in die Schweiz geflohen sind.
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Auf der Suche nach Utopien für den Nahen Osten

Montag,
19. Oktober
2020
Eine Konferenz mit (Zukunfts-) Musik Zionismus, Sozialismus, Panarabismus, Islamische Republik: Der Nahe Osten und seine Geschichte sind von utopischen Ideologien geprägt. Doch heute wird die Region oft nur als Krisenherd wahrgenommen: Gewalt, scheinbar unlösbare Konflikte und Korruption.
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Nehmen Sie Platz! Wohnzimmer-Konzert mit dem Duo Alto

Sonntag,
13. September
2020
Saxophon und Querflöte in einem aussergewöhnlichen Dialog: Anat Nazarathy (Querflöte) und Noa Mick (Saxophon) bilden das Duo Alto, das ungewöhnlicherweise zwei Blasinstrumente vereint: Die Flöte und das Saxophon sind teilweise ähnlich und haben gleichzeitig eine andere Klangcharakteristik. Das Spiel der beiden jungen Musikerinnen lässt der Individualität der beiden Instrumente Raum und lässt ganz spezielle Momente sonischer Einheit entstehen. Das Programm, das ganz der zeitgenössischen Musik verpflichtet ist, klingt so spannend wie die auffallende Besetzung :
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Paul Celans Bukowina – Reise in eine vergangene Welt

Sonntag,
6. September
2020
Wenn die Rede auf die Bukowina - eine Landschaft in der Bücher und Menschen wohn(t)en - kommt, erscheinen vor dem inneren Auge unwillkürlich die aus Czernowitz stammenden und bekannt gewordenen Lyriker Paul Celan oder Rose Ausländer. Zum Auftakt soll eine knappe Einführung an einige weniger bekannte Czernowitzer Dichter erinnern, die aus der Bukowina eine einmalige literarisch-sprachliche Landschaft zwischen «Fadensonnen» und «Gras und Omega» gestaltet haben.
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Dürfen wir eintreten, Maria Pomiansky?

Mittwoch,
26. August
2020
Am Mittwoch, 26. August 2020 um 19 Uhr öffnet die Künstlerin Maria Pomiansky ihr Atelier an der Flüelastrasse 30, 8047 Zürich für Omanut. Im Gespräch mit der Künstlerin und Omanut-Preisträgerin Esther Eppstein erzählt sie über ihre Lebensstationen Moskau, Tel Aviv und Zürich und über ihre Entwicklung als Malerin.
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SINGEND ERZÄHLEN

Sonntag,
16. August
2020
Ella Ronen, geboren 1986 in Tel Aviv, ist eine Wanderin zwischen den Welten: Zwischen Literatur und Musik, zwischen Israel und der Schweiz. In Zürich hat sie sich niedergelassen und ist daran, ihre musikalische Karriere neu auszurichten. Eben ist ihre Single Bubble im Jazzclub Moods lanciert worden und bald kommt nach ihren Alben «The Maze» (2014) mit englischen und «Toska» (2018) mit hebräischen Liedern das neue Werk Motherland heraus.
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Über den Tellerrand

Sonntag,
19. Juli
2020
Chitra-Lekha Sarkar ist zwar in der Schweiz aufgewachsen, doch die Vielfalt ihres Geburts-lands Indien fasziniert sie bis heute. Die überraschende Entdeckung des Erbes der Baghdadi Juden, welche die moderne indische Kultur mitgeprägt haben, führte zu immer umfassenderen Recherchen, von denen die Journalistin im Gespräch mit Karen Roth erstmals berichtet.
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Tel Aviv is calling! Zoom-Konzert mit dem Pianisten Guy Mintus

Donnerstag,
2. Juli
2020
Der junge israelische Pianist Guy Mintus hat 2016 das Publikum des Jazz Festivals in Montreux und die beiden letzten Jahre die Omanut-Mitglieder in Zürich begeistert. Der vielseitig begabte und charmante Künstler hat inzwischen viele neue Projekte verwirklicht, u.a. die Musik für den Film «Fiddler: A Miracle of Miracles» (2019).
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Ella Ronen live aus dem Moods

Mittwoch
17. Juni
2020
Die in Tel Aviv geborene Ella Ronen lebt seit einigen Jahren in der Schweiz und erregte hierzulande als Sängerin erstmals Aufmerksamkeit, als sie 2013 bei „The Voice of Switzerland“ teilnahm. Inzwischen hat sie das Album The Maze (2014) mit englischen und Toska (2018) mit hebräischen Liedern aufgenommen.
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«innenausseninnen» von Marion Baruch

Donnerstag
18. Juni
2020
In der Kunst der 90-jährigen Marion Baruch bilden sich alle grossen Konflikte des 20. Jahrhunderts ab. Die Retrospektive «innenausseninnen» im Kunstmuseum Luzern zeigt das faszinierende und vielschichtige Werk dieser Künstlerin. Der Titel der Schau ist eine Kreation  Baruchs und fasst ein wesentliches Moment ihrer Arbeit zusammen. Die Wortschöpfung beinhaltet nicht nur eine räumliche Dimension, sie bringt auch Gewissheiten durcheinander und macht sie zugleich deutlich.
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Nurit Hirschfeld singt und liest Texte von Selma Meerbaum

Donnerstag
11. Juni
2020
Mit nicht einmal 30 hat die Schauspielerin Nurit Hirschfeld eine zweite Karriere als Musikerin begonnen. Ihr musikalisches Debüt For Selma bezeichnet sie als Spurensuche einer jungen Frau jüdischer Herkunft aus Zürich. Sie gibt den Frauen ihrer Familie den gemeinsamen Namen Selma und fragt sich, was sie alle verbindet.
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75 Jahre nach Kriegsende – erinnern und tradieren

Sonntag
10. Mai
2020
Die Historisierung des Endes des
2. Weltkrieges schreitet unerbittlich voran. Die Generation der Überlebenden stirbt langsam aus und hinterlässt den Kindern und Enkeln ein ebenso schweres wie wichtiges Erbe. Wie erinnern wir uns? Wie geben wir die Erfahrungen und Erlebnisse weiter, die oft verdrängt und verschwiegen wurden? Dass man auch die Lücken fruchtbar machen kann, davon zeugen unzählige Texte von Nachgeborenen.
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Blätter für jüdische Kunst und Kultur

April 2020
Als 1941 die ersten Omanut-Blätter erschienen, waren Versammlungen zwar erlaubt, doch gerade die Präsentation von jüdischer Kultur ging nicht ohne Einschränkungen vonstatten: Am 11. Februar 1941 erteilte die eidgenössische Fremdenpolizei Bern dem Omanut-Präsidenten Alexander Schaichet die Bewilligung zur Mitwirkung der «Ausländer Max Lichtmann, gen. Lichtegg, Heinz Rosenthal, gen. Rosen, Marko Rothmüller, Leopold Lindtberg und Lutz Harteck an dem von Ihnen am 22. Februar 1941 im Gemeindehaus Lavaterstrasse 33 zu veranstaltenden Einführungsabend. Wir haben davon Kenntnis genommen, dass sich diese Künstler unentgeltlich zur Verfügung gestellt haben, da die Veranstaltung zu gemeinnützigen Zwecken stattfindet.
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ABGESAGT
Zsófia Bán – Der Sommer unsres Miss­vergnügens

Mittwoch
29. April 2020
19.30 Uhr
Es ist ein grosser Gewinn, dass der Suhrkamp Verlag kurz nach der Veröffentlichung von Zsófia Báns Essayband „Der Sommer unsres Missvergnügens“ bei Matthes & Seitz unter dem Titel „Weiter atmen“ erneut Erzählungen der ungarischen Autorin vorlegt.
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ABGESAGT
Familien­erinnerungen aus Endingen

Dienstag
7. April 2020
19.00 Uhr
Bereits in ihrer Arbeit «Der Kaufmann Caraco» aus dem Jahre 2017 hat sich Françoise Caraco mit ihrer jüdischen Familien­geschichte aus­einander­gesetzt. Die damalige Spuren­suche führte sie an den Rennweg in Zürich und zum Altkleider­händler Caraco, einer  Nebenfigur des bekannten Schweizer Film­klassikers «Hinter den sieben Gleisen».
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ABGESAGT
Aus dem Osten Europas in die Schweiz

Sonntag
5. April 2020
11.30 Uhr
Aus dem Osten Europas in die Schweiz Eric Bergkraut und Johanna Lier stellen ihre 2019 erschienen Romane „Paradies möchte ich nicht“ und „Wie die Milch aus dem Schaf kommt“ vor.
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ABGESAGT
Über den Tellerrand

Sonntag
29. März 2020
13.00 Uhr
Konversion im Spannungsfeld von Religion, Konven­tion und Biographie. Diskus­sion zu David Vogels Dokumentar­film „Shalom Allah“ Sonntag, 29. März 2020, 13.00
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Giacomo Meyerbeers Grand Opéra «Les Huguenots» in der Genfer Oper

Sonntag
1. März 2020
13.00 Uhr
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit von Giacomo Meyerbeer mit dem Librettisten Eugène Scribe bei der Oper „Robert le Diable“ stand 1832 das nächste gemeinsame Projekt an. Doch es sollten einige Jahre vergehen, bis der in Paris lebende Komponist mit „Les Huguenots“ einen weiteren Triumpf feiern konnte.
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Das ängstliche Genie

Montag
24. Februar 2020
19.00 Uhr
Die Geschichte des erfolgreichen Komponisten Giacomo Meyerbeer ist auch eine Geschichte des jüdischen Grossbürgertums: Geboren wurde er am 5. September 1791. Sein Vater Jacob Herz Beer, Sohn eines sogenannten Schutzjuden, war ein erfolgreicher Kaufmann und Bankier und die Mutter Amalie Beer lud die gehobene Berliner Gesellschaft regelmässig zum „ästhetischen Tee“ in ihren Stadtpalais.
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Staub – Dust – אבק

Donnerstag
6. Februar 2020
20.00 Uhr
Das Golden Delicious Ensemble – das sind Ari Teperberg und Inbal Yomtovian. In ihren Stücken erschaffen sie Charaktere, Geschichten, Kreaturen und Bildwelten auf eine humorvolle und dabei den Zuschauer ganz besonders einnehmende und berührende Weise. «Wir konzipieren unsere Stücke zu Hause, in der Küche oder im Wohnzimmer, und greifen dabei auf keinerlei besondere Requisiten zurück, sondern nutzen vielmehr ganz alltägliche, bei uns auffindbare Küchengeräte und Einrichtungsgegenstände.
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Das „himmlische“ Duo – Lorenzo Da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart

Samstag
25.Januar 2020
18.00 Uhr
Das von der Omanut-Preisträgerin Michal Lewkowicz kuratierte Mizmorim Festival bildet seit einem halben Jahrzehnt ein Leuchtturm in der musikalischen Landschaft der Stadt Basel. Dieses Jahr ist das Programm Lorenzo da Ponte gewidmet, dem lebenshungrigen Meisterlibrettisten von Wolfgang Amadeus Mozart.
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Hilla Toony Navok

Dienstag
14. Januar 2020
19:00 Uhr
Die israelische Künstlerin Hilla Toony Navok verwendet für ihre Arbeiten ordinäre Materialien aus ihrem Umfeld.
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Radikale Vielfalt–­ein Manifest

Mittwoch
18. Dezember 2019
20.00 Uhr
In der ersten Ausgabe der neuen Reihe „ManiFest“ von Omanut und dem Theater Neumarkt trifft der Lyriker, Autor und Politikwissenschaftler Max Czollek auf die Kulturschaffende und Geschäftsführerin der Republik Miriam Walter Kohn. 
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Hiobs Leiden

Dienstag
10. Dezember 2019
19:30 Uhr
Das fruchtbare künstlerische Erbe des israelischen Dramatikers Hanoch Levin
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„Advocate“ – Lea Tsemel kämpft wie eine Löwin für ihre Klienten

Sonntag
8. Dezember 2019
18 Uhr
Filmvorführung und Gespräch im Rahmen des Human Rights Film Festival Zurich
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A Crime called Man: Rephael Levin erinnert sich an seinen VATER

Sonntag
1. Dezember 2019
15 Uhr
Das fruchtbare künstlerische Erbe des israelischen Dramatikers Hanoch Levin
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Der israelische Dichter Yitzhak Laor im Gespräch mit Markus Lemke

Sonntag
24. November 2019
19.00 Uhr
Yitzhak Laor ist einer der politischsten wie subtilsten Dichter der israelischen Gegenwartsliteratur.
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Der andere Gershom Scholem

Donnerstag
21. November 2019
19.00 Uhr
Der grosse Religionswissenschaftler als Literaturtheoretiker, Übersetzer und Dichter
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LANDSCAPE UND MEMORY

9. und 10. November 2019
Ein Kunstfestival in englischer Sprache mit Ilit Azoulay, Ben Gitai, Nir Evron, Anna Konik, Uriel Orlow und Yves Uebelmann
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DREI TIEFE BLICKE IN DIE SEELISCHEN ABGRÜNDE DER ISRAELISCHEN GESELLSCHAFT

Donnerstag, 24.10.2019, 19 Uhr
Lesung und Gespräch mit dem israelischen Autor Dror Mishani
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DIE ÜBERWINDUNG DER FURCHT DURCH DIE LIEBE

Samstag, 26.10.2019 18–22 Uhr
Lesung und Gespräch mit der deutsch-palästinensischen Autorin Joana Osman und Vortrag des israelischen Grafikers und Aktivisten Ronny Edry
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DUDU TASSA UND SEIN IRAKISCH-JÜDISCHES ERBE

Dienstag, 15.10.2019
Konzert und Gespräch mit Dudu Tassa & the Kuwaities
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NEHMEN SIE PLATZ!

Montag, 16.10.2019, 19 Uhr
Wohnzimmer-Konzert mit Doret Florentin (Blockflöte) und Jochewed Schwarz (Cembalo)
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