Klezmer meets Jazz

 

Der amerikanische Pianist und Komponist Uri Caine ist einer der bedeutendsten jüdischen Musiker der Gegenwart. Die NZZ ernannte ihn vor ein paar Jahren zum Erfinder der musikalischen Postmoderne. Mit dem virtuosen Klarinettisten Joel Rubin hat er 2011 bei John Zorn’s berühmten Label Tzadik die CD „Azoy Tsu Tsveyt» herausgebracht, welche traditionelle instrumentale Klezmer-Stücke, chassidische Nigunim und neue Werke von Rubin und weiteren Komponisten wie Steve Greenman und Kalmen Opperman enthält.

Die beiden amerikanischen Musiker sind nun erstmals gemeinsam auf einer Schweizer Bühne zu erleben. Ihre bravourösen Improvisationen jüdischer Gesänge und Weisen verschmelzen Klezmer und Jazz auf höchstem Niveau.

Uri Caine: Piano und Fender Rhodes

Joel Rubin: Klarinette

 

Uri Caine, 1956 in Philadelphia geboren, wurde zuerst Schüler beim französischen Pianisten Bernard Pfeiffer und studierte dann Komposition an der University of Pennsylvania. Des Hebräischen seit seiner Kindheit mächtig, liess er sich für eine Weile in Israel nieder, beschloss dann aber, nach New York umzuziehen und ging in der dortigen Jazzszene völlig auf. In der Klassik machte er sich mit Werkbearbeitungen von Mozart und Mahler einen Namen. Bachs Goldberg-Variationen variierte er erneut mit Jazz, Blues, Klezmer, Latin und Electronica. Seine unzähligen Veröffentlichungen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und 2003 wurde er zum musikalischen Leiter der Biennale in Venedig ernannt.

 

Joel Rubin, geboren 1955 in Los Angeles, gilt als einer der führenden Interpreten der osteuropäisch-jüdischen Instrumentalmusik und schrieb eine Doktorarbeit in Musikethnologie über Improvisation und Ornamentierung der Klezmer-Klarinette. Er lehrte an der Humboldt-Universität, der Cornell University, der Syracuse University, am Ithaca College und ist zurzeit Professor und Direktor des musikalischen Performance-Programms an der University of Virginia. Neben seinen unzähligen Einspielungen, u.a.  die fulminante CD „Midnight Prayer (2007), kann man sein Musik auch in dem preisgekrönten Dokumentarfilm «A Tickle in the Heart» (BRD/Schweiz/USA 1996) über das Epstein Brothers-Orchester hören.

 

 

 

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