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AKTUELL

Kunst-Tal Bergell Atelierbesuche bei Miriam Cahn und Varlin

Sonntag, 16. Juni 2024, ab 10 Uhr
Mit Willy Guggenheim, alias Varlin (1900-1977), und mit Miriam Cahn sind gleich zwei international renommierte jüdische Kunstschaffende von ihren jeweiligen Geburtsstätten Zürich und Basel ins Bergell gezogen. Das Tal ist abgeschieden und offen zugleich, denn es verbindet die Schweiz mit Italien und hat vielleicht gerade deshalb so viele Künstler und Künstlerinnen hervorgebracht und angezogen.

Co-Working-Beijz

Mittwoch, 19. Juni 2024, 10-18 Uhr
Wir probieren noch stets verschiedene Möglichkeiten aus, eine lebendige Beijz-Kultur zu gestalten. Aus dem Publikum kam der Wunsch, die Beijz als Co-Working-Space anzubieten. Leider ist dies aufgrund unserer Mietver-hältnisse nicht regelmässig möglich. Einen Versuch ist diese Idee jedoch auf jeden Fall wert. Am 19. Juni öffnen wir den Raum als Arbeitsplatz. Natürlich ist die Bar der Beijz den ganzen Tag bedient; gerne bewirten wir alle Lern- und Studierwilligen mit verschiedenen Getränken und kleinen Speisen.

Ariel Efraim Ashbel macht aus jüdischer Tradition sinnliche Kunst

Freitag, 21. Juni 2024, 18.30 Uhr
Der in Berlin lebende israelische Künstler Ariel Efraim Ashbel geht bei seiner künstlerischen Praxis oft von jüdischen Traditionen aus: In seinem erfolgreichen Stück «The Names / שמות» nimmt er die wöchentliche Tora-Lesung als Ausgangspunkt für eine Performance, in der traditionelle jemenitische Sounds, Arnold Schönbergs Oper «Moses und Aron» sowie popkulturelle Versatzstücke zu einem mitreissenden Ganzen arrangiert werden. Zu Ashbels Team gehört auch der Autor und Philosoph Senthuran Varatharajah, mit dem er neben der Zürcher Adaption von «The Names / שמות» im Rahmen des Festivals «Drop Out» (www.gessnerallee.ch) für Omanut einen exklusiven Abend in der «Beijz» gestalten wird. Ein gemeinsames Begrüssen des Schabbats soll die Bedeutung der kollektiven Feier als stetig erneuertes Versprechen auf Verbindlichkeit und Gemeinschaft, auf Offenheit und Inklusion bekräftigen - sinnlich und intellektuell. 

Queer, jung und jüdisch

Mittwoch, 26. Juni 2024, ab 11.00 Uhr
Carte Blanche für Mikki Levy-Strasser! Der Bühnenbildner und Kulturveranstalter bespielt zusammen mit dem Choreographen Tomer Zirkilevich einen Tag lang die Beijz und gestaltet einen Raum des Dialogs mit Kunst, Canapés, Drinks und Musik! Alle Communities sind willkommen, von queer bis nicht-queer, von alt bis jung!

Hans Keilson – ein Jahrhundertleben

Mittwoch, 3. Juli 2024, 20 Uhr
Der Arzt und Autor Hans Keilson bezeichnete die Verwandtschaft zwischen Psychoanalyse und Literatur, die sein Leben auf weite Strecken bestimmte, als «Zwillingspferde». Beide hätten zum Ziel, «menschliche Gefühle aufzudecken». Ganz ähnlich formulierte es Marcel Reich-Ranicki, der Medizin und Literatur als «Geschwister» bezeichnete, die beide «gegen die Vergänglichkeit rebellieren». Hans Keilson, der 2011 mit 101 Jahren verstarb, ist dem Tod tatsächlich sehr lange von der Schippe gesprungen. Dennoch war dieser in seinem Leben allgegenwärtig: Mit dem Aufstieg Hitlers war Keilsons Leben und das seiner Familie bedroht. Auch wenn ihm und seinen Eltern die Emigration in die Niederlande gelang, überlebte nur er die Besetzung des Landes durch die Nationalsozialisten. Bis an sein Lebensende warf er sich vor, dass er nicht auch für seine betagten Eltern eine Unterschlupfadresse besorgen konnte. Nach dem Krieg verblieb er zwar in den Niederlanden, wo er als Psychoanalytiker wirkte und u.a. ein Standardwerk zur sequentiellen Traumatisierung bei Kindern schrieb, doch zog ihn die deutsche Kultur weiterhin an.