„Dürfen wir eintreten, Micha Lewinsky?“

Am Montag, 1. Februar 2016 um 19.30 Uhr wird der Regisseur und Drehbuchautor Micha Lewinsky in seiner „Hausbar» Bundeshaus, Kalkbreitestrasse 33, 8003 Zürich, im Gespräch mit Gesa Schneider, der Leiterin des Zürcher Literaturhauses, über seinen Werdegang, seine Werke, die Zusammenarbeit mit seinen Schauspielern, den Kinostart seines neuen Films „Nichts passiert», sein politisches Engagement und vielleicht auch über ein paar familiäre Geheimnisse reden. Eintritt frei. Anschliessend Barbetrieb.

Micha Lewinsky hat bereits mit seinem 2005 gedrehten Kurzfilm „Herr Goldstein» Aufsehen erregt. Der Durchbruch gelang ihm 2008 mit seiner ersten langen Regiearbeit: „Der Freund», der in einer Zeit-Rezension als „kleines Meisterwerk» gepriesen wurde und den Schweizer Filmpreis gewann, spielt im nächtlichen Zürich. In der Rolle der Larissa bezaubert die Singer-Songwriterin Sophie Hunger, die im Helsinkiklub ihre Lieder singt. 2009 folgt „Die Standesbeamtin». In der Titelrolle glänzt Micha Lewinskys Frau Oriana Schrage, die auch in seinem neusten Spielfilm „Nichts passiert» einen Auftritt hat.  Kreisten seine bisherigen Filme hauptsächlich um die Liebe, kann man diese düstere Geschichte auch als eine politische Parabel auf die Gefahren des Wegsehens lesen. Dass Micha Lewinsky ein engagierter Zeitgenosse ist, vermochte man bereits seiner Kurzfilm-Trilogie „Vor die Tür» entnehmen, die er zur Aktion von „Kunst + Politik» gegen die Ausschaffungsinitiative beisteuerte und die viel Beachtung fand.

Was bei Micha Lewinskys neustem Film, der am 4. Februar seine Zürcher Premiere feiert, erneut auffällt, ist, wie sorgfältig er seine Schauspieler auswählt. Der Umgang mit kreativen Menschen scheint ihn zu beflügeln,  eine Prägung, die er wohl im literarischen Elternhaus erfahren hat.

 

 

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