Guanyin und das „Stockholm-Syndrom“

Naomi Leshem hat in ihrem Beitrag für die Ausstellung «Gastspiel – Schweizer Gegenwartskunst im Museum Rietberg», die der Spezialist für ostasiatische Kunst Damian Christinger eingerichtet hat, eine photographische Auseinandersetzung mit einer chinesischen Guanyin-Statue gesucht. Die Besucher sind eingeladen, ihre Reaktionen und Gedanken auf ein Stück Papier zu bringen und dieses – wie bei der Klagemauer – in die Ritzen einer Totem-Figur zu stecken.

Leshems Arbeit für das Rietberg-Museum reflektiert die Verschiebungen, die der Übertritt von religiöser Kunst in ein museales Umfeld hervorruft. Im Gespräch mit Damian Christinger wird diese Fragestellung, auch im Kontext der Ausstellung, vertieft.

Die schweizerisch-israelische Fotografin Naomi Leshem wurde 1963 in Jerusalem geboren und lebt und arbeitet in Tel Aviv. Seit 1996 ist sie Dozentin für Fotografie an verschiedenen Hochschulen Israels. Ausgewählte Einzelausstellungen: Sleepers, Kunstzeughaus Rapperswil (2011), Between Zones, Andrea Meislin Gallery, New York (2011), Journeys, Israel Museum, Jerusalem (2014).

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