Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Dienstag, 15. Oktober 2019, Gespräch: 20 Uhr, Konzert: 20.30 Uhr

Dudu Tassa und sein irakisch-jüdisches Erbe
Konzert und Gespräch mit Dudu Tassa & the Kuwaities

 

Moods, Schiffbauplatz, 8005 Zürich

 

 

Der 1977 in Tel Aviv geborene Singer-Songwriter Dudu Tassa schöpft mit seiner Band aus dem musikalischen Erbe seines Grossvaters, der im Irak der 1940er Jahre ein Superstar war: „Meine Mutter stammt aus dem Irak, mein Vater aus dem Jemen. Die Musik in unserem Haus war eine sehr interessante Mischung. Mein Vater hörte jemenitische, meine Mutter irakische Musik - natürlich vor allem die meines Grossvaters. Ausserdem lief ständig Musik von jüdischen Arabern aus Marokko." Aus diesem kulturellen Mix kreieren er und seine Kuwaitis mit Qanun, Geige und Cello einen ganz eigenen Orientrock, bei dem groovende Melodien und rockige Rhythmen auf traditionelle jüdische und arabische Musik treffen.

 

Vor dem Konzert berichtet Dudu Tassa im Gespräch mit dem Musikjournalisten Jodok Kobelt von seiner faszinierenden Familiengeschichte. Wie die beiden Brüder Dauod und Salah Al-Kuwaiti, die regelmässig für den irakischen König gespielt haben, Anfang der 50er Jahre nach Israel emigrieren mussten und wie schwierig es dort war, in der Sprache des Feindes zu singen. Dass Dudu Tassa mit seinen arabischen Liedern einer der populärsten Rockmusiker Israels geworden ist, zeigt, wie sich - zumindest auf kulturellem Niveau - einiges gewandelt hat.

 

Ein junges Jazz-Talent aus Israel: Guy Mintus ist erst Mitte zwanzig und spielte bereits mit Musikgrössen wie Trilok Gurtu, Jon Hendricks und Arturo O'Farrill, gewann den «ASCAP's Young Jazz Composer Award» und wurde zudem mit dem Publikumspreis in der Wettbewerbskategorie «Solo-Klavier» des Montreux Jazz Festivals ausgezeichnet. Das Debüt-Album seines Trios «A Home in Between» wurde vom DownBeat Magazin als Hör-Tipp empfohlen. Nun veröffentlicht Guy im Februar 2019 das zweite Trio-Album «Connecting the Dots». Seine Musik trägt eine ganz eigene Handschrift: Er mischt Elemente aus dem Stride-Piano, osmanischen Makams, indischen Rhythmen, bis hin zum Kontrapunkt à la Bach, spanischem Flamenco und jüdischen Melodien.

Line up:

Dudu Tassa voc/g, Yoni Dror fl, Mira Abu Elassal cello/voc, Ariel Qassus quanun/darbuka, Eyal Yonati keyb, Nir Maimon b, Dan Mayo drWer Amy Winehouse oder Solange mag, ist bei Ester Rada goldrichtig, versprochen! Auf ihrem neusten Album «Different Eyes» führt uns die israelische Sängerin mit äthiopischen Wurzeln in die weite Welt des Soul und R'n'B. Tighte Grooves und knackige Bläser ergänzen ihre starke Soul-Stimme, in der sich ihre Vorbilder von Nina Simone, Aretha Franklin bis Erykah Badu wiederspiegeln. Auf «Different Eyes» singt Rada sowohl in Englisch, Hebräisch und Amharisch. «Sie scattet, schmettert, säuselt und umspannt mit elastischer Stimme ein Spektrum soweit wie ihre Musik,» beschreibt die Stuttgarter Nachrichten die Soul-Sister treffend.

 

 

 

Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit zwischen Omanut und dem Jazzclub Moods.

 

 

Tickets:  38.-/28.- für Omanutmitglieder (ein Kontingent von 30 Tickets ist über omanut@omanut.ch /044 915 28 63 erhältlich; sonst über www.starticket.ch oder frühestens eine Stunde vor Konzertbeginn an der Abendkasse; Türöffnung: 19.30 Uhr)