Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Sonntag, 22. September 2019 um 14 Uhr

„Dürfen wir eintreten, Herr und Frau Beck-Lipsi?“

im Tobel 4 in 8340 Hinwil-Hadlikon

 

Am Sonntag, 22. September 2019 um 14 Uhr gibt das Ehepaar Gabrielle und Hans Beck-Lipsi, welches das Werk des polnisch-französischen Bildhauers Morice Lipsi mit grosser Hingabe zugänglich macht, im Tobel 4 in 8340 Hinwil-Hadlikon Auskunft über das Leben und Schaffen des Bildhauers (1898 - 1986). Die Pianistin Noëmi Rueff bereichert die Veranstaltung mit kurzen musikalischen Kompositionen von Alexandre Tansman, der gleichzeitig wie Lipsi im polnischen Lodz geboren wurde und wie dieser für seine Ausbildung nach Paris übersiedelte. Zum Abschluss wird ein kleiner Imbiss gereicht.

 

Seit Jahren bemüht sich das Ehepaar Gabrielle und Hans Beck-Lipsi um den Nachlass von Morice Lipsi. Erst in Frankreich und nun in Hinwil zeigen sie das umfangreiche Oeuvre des Bildhauers, der zu Lebzeiten ein gefragter Künstler war. Der französische Staat erteilte ihm 1964 den Auftrag für eine zwölf Meter hohe Skulptur zu den Olympischen Spielen in Grenoble. Auch in Israel steht ein monumentales Werk Lipsis: Die 1966 aus vulkanischem Stein geschaffenen Skulptur «La Cabbalistique» wurde jedoch erst nach dessen Tod vor der Stadtverwaltung in Tel Aviv (Sderot Ben Gurion) aufgestellt.

 

Das Lebenszentrum des im polnischen Lodz geborenen und im schweizerischen Küsnacht verstorbenen Künstlers war Paris: Lipsi studierte an der École des Beaux-Arts und hatte 1922 seine erste Einzelausstellung in der Galerie Hébrard. Er bewegte sich im Kreis der «École de Paris» und lebte lange mit Künstlern wie Marc Chagall, Chaim Soutine, Amedeo Modigliani, Ossip Zadkine, Guillaume Apollinaire, Jacques Lipchitz und Alexandre Archipenko in der Künstlerkolonie «La Ruche». Zu diesem illustren Freundeskreis, zu dem ebenfalls Constantin Brancusi, Henri Laurens und Sonia Delaunay zählten, wie auch zu Lipsis Flucht aus dem besetzten Frankreich können Gabrielle und Hans Beck-Lipsi unzählige Geschichten erzählen. Sie führen zudem durch die neu eingerichteten Räume im Tobel in Hinwil-Hadlikon, in denen der faszinierende Nachlass von Morice Lispi nach jahrelangem Verbleib in Frankreich zu entdecken ist.

 

 

 

„Dürfen wir eintreten?" ist eine Gesprächsreihe von OMANUT. An verschiedenen Orten sprechen wir in loser Abfolge mit Persönlichkeiten über ihr Leben und ihr Engagement für Kunst und Kultur.

 

 

 

Die Plätze sind beschränkt. Wir bitten um Anmeldung bis 15. September unter 044 915 28 63/
076 339 36 36 oder
omanut@omanut.ch