Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Samstag/Sonntag, 16./17. September 2017

OMANUT präsentiert NeuLicht: Born After 1967
Ein Festival zur zeitgenössischen israelischen Videokunst

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Wie sieht eine junge Generation von israelischen Videokünstlern die sozialen, politischen und menschlichen Folgen von 1967? Auch wenn der israelische Anwalt und Aktivist Michael Sfard letztes Jahr meinte, die Besetzung werde eines Tages auf einen Schlag enden, sind die Arbeiten der präsentierten Filmemacher weniger von Hoffnung, als von Beklemmung geprägt, der sie jedoch mit subversivem Humor und unbändiger Einbildungskraft begegnen.

Das von Avi Feldman sorgfältig kuratierte Filmprogramm mit neuen Arbeiten von Dani Gal (geb. 1975 in Jerusalem), Dor Guez (geb. 1980 in Jerusalem) , Nira Pereg (geb. 1969 in Tel Aviv) und Nevet Yitzhak (geb. 1975 in Jerusalem) soll eine tiefgründige Debatte über die Möglichkeiten der künstlerischen Auseinandersetzung mit politischen und sozialen Fragen auslösen und damit auch die Rolle des Künstlers in einer konfliktgeladenen Gesellschaft ins Blickfeld rücken.

 

Am Samstag, 16.9. findet als Auftakt um 19 Uhr an der Universität Zürich (Raum KO2-F-150, Karl Schmied-Strasse 4, 8006 Zürich) die Schweizer Premiere von Dani Gals Dokumentarfilm „Hegemon" (2017) mit anschliessendem Künstlergespräch und Apéro statt. Am Sonntag, 17. September beginnt das eigentliche Video Festival um 11.30 Uhr im frisch  eröffneten Kulturhaus Kosmos (Lagerstrasse 102, 8004 Zürich ) mit neuen Arbeiten von Nira Pereg und Nevet Yitzhak; anschliessend Panel mit den Künstlerinnen, einem Kommentar von Giovanni Carmine (Direktor Kunsthalle St. Gallen) und israelischen Häppchen. Nach einer Pause geht es um 16 Uhr in der Galerie Stephan Witschi (Zwinglistrasse 12, 8004 Zürich) weiter mit einem Vortrag des Festival-Kurators Avi Feldman über zeitgenössische israelische Videokunst. Der Abschluss bildet um 19 Uhr im Kunsthaus (Grosser Vortragssaal, Heimplatz 1, 8001 Zürich) die Präsentation von neuen Arbeiten von Dor Guez; anschliessend Künstlergespräch und Kommentar von Cathérine Hug (Kuratorin Kunsthaus Zürich).