Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Sonntag, 8. Januar 2017, 15 Uhr

Vom Schtetl zum Mainstream: Jüdischer Humor im amerikanischen Film
Mit Elisabeth Bronfen, Johannes Binotto, Peter Schneider und Daniel Strassberg

 

Theater Neumarkt, Neumarkt 5, 8001 Zürich

 

 

Der jüdische Witz ist eine amerikanische Erfolgsgeschichte: Von Emigranten wie Ernst Lubitsch oder Billy Wilder nach Hollywood exportiert, avanciert in der Traumfabrik der jüdische Humor zum Standard, wie man brillante Komödien zu schreiben hat. Und von den 1980er zu den Nullerjahren revolutionieren Sitcoms wie „Seinfeld" und „Curb your Enthusiasm" derart nachhaltig die Fernsehunterhaltung, dass auch heute der jüdische Humor aus der amerikanischen Populärkultur nicht mehr wegzudenken ist. Die Zürcher Literaturprofessorin Elisabeth Bronfen und der Filmwissenschaftler Johannes Binotto gehen im gewitzten Gespräch und anhand von sprechenden Ausschnitten dem jüdischen Humor im amerikanischen Kino und Fernsehen nach, diskutieren seine Themen und Besonderheiten, seine philosophischen Dimensionen und seine politische Sprengkraft.

Im Anschluss daran wollen sich die beiden Psychoanalytiker Daniel Strassberg und Peter Schneider in Form eines Pastiches aus Filmausschnitten die Figur des „komischen Juden" auf die Couch legen als einer Verkörperung humoristischer Differenz. Dass die „jüdische Wissenschaft" der Psychoanalyse diesen komischen Anderen nicht nur analysiert, sondern zugleich mit konstruiert - auch davon soll die Rede sein.

 

Elisabeth Bronfen ist Professorin am Englischen Seminar der Universität Zürich. Sie promovierte und habilitierte an der Universität München und hat zahlreiche vielbeachtete Werke in den Bereichen gender studies, Psychoanalyse, Film- und Kulturwissenschaft verfasst.

 

Johannes Binotto ist Post-Doc-Researcher am Englischen Seminar der Universität Zürich. Ausserdem ist er Dozent für Filmtheorie an der Hochschule Luzern Design+Kunst und leitet seit Jahren Seminare zum Thema «Film & Psychoanalyse» am Zürcher Lacan-Seminar und an der Psychiatrischen Universitätsklinik Burghölzli.

 

Peter Schneider arbeitet als Psychoanalytiker in Zürich und lehrt als Privatdozent an der Universität Zürich und als Professor an der Uni Bremen. Ausserdem betätigt er sich als Satiriker und Kolumnist und ist Autor zahlreicher Bücher zu psychoanalytischen und gesellschaftspolitischen Themen.

 

Daniel Strassberg ist Facharzt für Psychiatrie und Psychoanalytiker in eigener Praxis in Zürich, promovierter Philosoph und Autor. Er war Gastdozent an verschiedenen Hochschulinstituten, u.a. am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas in Tel Aviv.

 

 

 

Eine Veranstaltung von Omanut in Zusammenarbeit mit dem Theater Neumarkt.

 

 

Tickets:  25.-/20.- für Omanutmitglieder (an der Theaterkasse, 044 267 64 64, oder bei der Bestellung über tickets@theaterneumarkt.ch angeben)