Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Sonntag, 18. September 2016, 14-18.00 Uhr

Jenseits der Pässe: 100 Jahre Wolfang Hildesheimer in Wort und Musik
mit Stephan Braese, Martin Dreyfus, Rudolf Lutz und Helmut Vogel

 

Musiksalon Haus zum Lindengarten, Hirschengraben 22 /Pro Helvetia, Schweizer K

Der deutsche Dichter Wolfgang Hildesheimer wurde vor hundert Jahren in Hamburg geboren. Vor 25 Jahren verstarb er in Poschiavo (GR), wo er 35 Jahre lang gelebt und einige seiner wichtigsten Werke geschrieben hat.

In Palästina hat Hildesheimer eine Tischlerlehre gemacht, Während vier Jahren blieb Hildesheimer im Nahen Osten. Von 1937 bis 1939 liess er sich in London zum Maler und Bühnenbildner ausbilden. In den Kriegsjahren war er als englischer Informationsoffizier wieder in Palästina stationiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war er Simultandolmetscher und Redakteur der Protokolle der Nürnberger Prozesse.

1950 entschied sich Wolfgang Hildesheimer für den Wechsel zur Schriftstellerei. Zu Beginn verfasste er vor allem Kurzgeschichten und Hörspiele. Hildesheimer machte sich auch einen Namen als Übersetzer. Sein bekanntestes Werk ist gewiss „Mozart", ein Buch, das als Vorlage für den berühmten Film „Amadeus" von Milos Forman diente. Weitere bekannte Bücher Hildesheimers sind Tynset, Lieblose Legenden, Paradies der falschen Vögel, Marbot, eine Biographie sowie Masante. Für sein Prosabuch Tynset (1965) erhielt er den Büchnerpreis und den Bremer Literaturpreis. 1982 verlieh ihm Poschiavo das Ehrenbürgerrecht. In einer besonderen Veranstaltung geht Omanut der Biografie Wolfgang Hildesheimers nach, wobei seine Beziehung zum Judentum und zu Israel ein besonderes Augenmerk erhalten.

 

 

 

mit

Stephan Braese, Literaturwissenschaftler, Aachen 
Helmut Vogel, Schauspieler, Zürich
Rudolf Lutz, Musiker, St.Gallen
Martin Dreyfus, Literarischer Spaziergänger, Zürich

 

 

Tickets:  40.-/30.- für Omanutmitglieder (mit Apéro)