Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Dienstag, 10. Mai 2016 um 19 Uhr

„Dürfen wir eintreten, Rolf Lyssy?“

Verlag rüffer&rub, Konkordiastrasse 20 , 8032 Zürich

 

Anlässlich des 80. Geburtstags von Rolf Lyssy am 25. Februar dieses Jahres ist der von Georg Kohler und Felix Ghezzi herausgegebene Sammelband «Die Schweizermacher» - Und was die Schweiz ausmacht erschienen. Neben der Würdigung des Regisseurs wird darin auch der Frage nachgegangen, warum Lyssys Chef d'oeuvre aus dem Jahre 1978 damals Anstoss erregte. Den Vertretern des «jungen Schweizer Films», denen ein Kino jenseits des betulichen Heimatfilms vorschwebte, waren Dialektfilme, zumal komödiantische, grundsätzlich suspekt. Aber auch die offizielle Schweiz konnte Lyssys Drehbuch wenig abgewinnen, was man einem im Band enthaltenen Sitzungsprotokoll entnehmen kann. Der Begutachtungsausschuss der eidgenössischen Filmkommission lehnte es zweimal ab, den Film zu unterstützen, da seine Förderung „moralisch unverantwortlich" wäre. Wie falsch die Sittenwächter lagen, beweist der Erfolg der «Schweizermacher» bei den Zuschauern: Er ist mit über 1 Million Kinoeintritten der bei weitem erfolgreichste Schweizer Kinofilm.

Dass Erfolg seinen Preis hat, weiss Rolf Lyssy, seit er 1998 an einer schweren Depression erkrankte, über die er das Buch «Swiss Paradise» verfasste. Auch dieses ist bei rüffer&rub erschienen, einem Verlag, dem Rolf Lyssy freundschaftlich verbunden ist.

 

 

 

Die Plätze sind beschränkt. Wir bitten um Anmeldung unter 044 915 28 63 oder omanut@omanut.ch.

 

 

„Dürfen wir hereinkommen?" ist eine Gesprächsreihe von OMANUT. An verschiedenen Orten sprechen wir in loser Abfolge mit Persönlichkeiten über ihr Leben und ihr Engagement für Kunst und Kultur.