Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Donnerstag, 1. Oktober 2015, 19 Uhr

Erich Hartmann und die Reportagefotografie des 20. Jahrhunderts
Yves Kugelmann im Gespräch mit der Galeristin Anna-Patricia Kahn

 

Landesmuseum Zürich, Museumsstrasse 2, 8001 Zürich

 

Die eindrücklichen Schwarz-Weiss Bilder der Serie "Our Daily Bread" des Magnum-Fotografen Erich Hartmann wurden erstmals 1962 in einer großen Einzelausstellung in New York gezeigt. Im Rahmen von «Zürich isst» wird nun Erich Hartmanns Langzeitprojekt, das die menschlichen Anstrengungen zeigt, das tägliche Brot auf den Tisch zu bringen, neu gestaltet. 

Unter den Aufnahmen aus den 50er Jahren, die die Galeristin und Agentin Anna-Patricia Kahn in einem vorbildlich gestalteten Band (Kehrer Verlag, Heildeberg 2013) herausgegeben hat, findet sich ein israelischer Landarbeiter, ein Mähdrescher in Nebraska, ein Müller im ländlichen Frankreich, eine Suppenküche, eine Pariser Bäckerei, ein Beduine auf dem Getreidemarkt in Beersheba, eine Schulkantine.

Tachles-Chefredaktor Yves Kugelmann unterhält sich mit Anna-Patricia Kahn, die die Galerie Clair in München und St. Paul de Vence führt, sowohl über die Neugestaltung der Ausstellung „Our Daily Bread", als auch über den mit 16 Jahren aus Deutschland nach New York geflohenen jüdischen Fotografen Erich Hartmann, über seine Kollegen bei der Fotoagentur Magnum und über die Reporterfotografie des 20. Jahrhunderts.

 

 

 

Erich Hartmann (München 1922 - New York 1999) floh 1938 vor den Nazis in die USA, wo er später als freier Fotograf in New York arbeitete. 1952 lud ihn Robert Capa ein, der Fotoagentur Mganum beizutreten. Viele Jahre gehörte er deren Direktorium an, 1985/86 war er deren Präsident. Als Fotojournalist führten ihn Aufträge für Zeitungen, Magazine und Industriekunden rund um die Welt, daneben verfolgte er zahlreiche eigene Projekte, z. B. fotografierte er in den 1990er Jahren die ehemaligen Konzentrationslager des Dritten Reichs. Die daraus entstandene Dokumentation erschien 1995 unter dem Titel „In the Camps".

 

 

 

 

Diese Veranstaltung ist eine Zusammenarbeit zwischen Omanut, Unicef und dem Landesmuseum Zürich.

 

 

 

 

Tickets: 10.- (Platzzahl beschränkt, Reservationen: 058 466 66 00/reservationen@snm.admin.ch)