Omanut. Verein zur Förderung jüdischer Kunst in der Schweiz.

 


Sonntag, 19. Januar 2014, 15.30 Uhr

Der israelische Künstler Dani Gal im Gespräch mit Giovanni Carmine Finissage

 

Die Kunst Halle St. Gallen befindet sich an der Davidstrasse 40. 

 

Finissage der Ausstellung «Do you suppose he didn't know what he was doing, or knew what he was doing and didn't want anyone to know?» in der Kunst Halle St. Gallen

In seiner Einzelausstellung präsentiert Dani Gal den von der Kunst Halle Sankt Gallen kopro- duzierten Kurzfilm Wie aus der Ferne (As from Afar), der von einem Text über Gedächtnisbilder von Ludwig Wittgenstein ausgeht. Inwiefern unterscheiden sich Bilder einer Erinnerung von Bildern eines Tagtraums? Mit dieser Frage als Leitgedanke thematisiert Gal die Beziehung zwischen Simon Wiesenthal und Albert Speer.

Gals dokumentarischer Ansatz und seine poetische Narration beleuchten die Leerstelle zwischen Realität und Darstellung, zwischen Erinnerung und Erfindung. Der halbstündige Film ist eine leise Aufarbeitung eines Nebenschauplatzes der Nachkriegszeit. Im Stile einer historischen Rekonstruktion setzt Gal eine mögliche Begegnung zwischen Wiesenthal und Speer um. Dass sie sich einige Male im Wien der 70er Jahre trafen, belegt ihr Briefwechsel.

Um die Spannung zwischen fiktiver Rekonstruktion und Realität zu verdeutlichen, wird das Architekturmodell, das im Film eine Hauptrolle spielt, in den Ausstellungsräumen inszeniert. Des Weiteren werden Frottagen, eine Doppelprojektion und eine Audioinstallation des Künstlers gezeigt, die sich mit ähnlichen Themen auseinandersetzen.

Giovanni Carmine, Direktor der Kunst Halle St. Gallen, unterhält sich mit Dani Gal auf Englisch über sein Werk. Die Ausstellung kann vor und nach dem Gespräch besichtigt werden. Der Anlass klingt mit einem Apéro aus.

Dani Gal, 1975in Jerusalem geboren, studierte am Avni Institute in Tel Aviv, an der Bezalel Academy for Art and Design in Jerusalem, an der Cooper Union for the Advancement of Science and Art in New York City und an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Städelschule in Frankfurt am Main. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Einzelausstellungen u.a. : Turku Art Museum, FIN (2013); Freymond-Guth Fine Arts, Zürich (2012); MAK, Wien (2011); Art Basel (2010). Gruppenausstellungen u.a.: Bremer Kunstpreis; Stowaways Series, New Museum, New York; Wattis Institute for Contemporary Arts, San Francisco; Kunsthaus Baselland; MACRO Museum, Rom (2012); 12. Istanbul Biennale; 54. Biennale di Venezia; Migros Museum für Gegenwartskunst, Zürich (2010).

 

 

 

 

Die Kunst Halle St. Gallen befindet sich an der Davidstrasse 40. Autobahnausfahrt St. Gallen-Kreuzbleiche, dann erste Ampel rechts, über die Brücke und zweite Querstrasse links, Parkplätze vor der Kunst Halle Sankt Gallen oder in der Parkgarage Pestalozzistrasse sind gebührenpflichtig. Mit der Bahn: Vom Bahnhof Richtung Süden gehen (Migros), dann dritte Querstrasse nach rechts. Weitere Informationen: www.kunsthallestgallen.ch