AKTUELL

Aus dem Osten Europas in die Schweiz

Samstag,
24. Oktober
2020
Omanut beleuchtet im Rahmen von «Zürich liest» vier Autoren und ihre Reisen zu sich selbst. Biographie und Fiktion vermischen sich bei Stefan Zweigs und Claude Lévi-Strauss’ Auseinandersetzung mit den Tropen genauso wie in den beiden Familiengeschichten von Johanna Lier und Eric Bergkraut, deren Vorfahren aus dem Osten Europas in die Schweiz geflohen sind.
>

Die Traurigen Tropen von Claude Lévi-Strauss und Stefan Zweig

Sonntag,
25. Oktober
2020
Ein Zusammenspiel von Literatur, Ethnologie und Musik. Der französische Ethnologe Claude Lévi-Strauss wie der österreichische Autor Stefan Zweig haben Brasilien bereist und darüber faszinierende Texte geschrieben. Während Lévi-Strauss’ «Tristes Tropiques» 1955 dessen Ruhm als Wissenschaftler begründete, hatte Zweig, als sein Brasilienbuch erschien, mit «Amok» (1922) den Tropen bereits eine Novelle von fiebriger Leidenschaft gewidmet und war ein allseits gefeierter Schriftsteller.
>

„Ich komme aus der DDR, und ich bin Jude, und dabei bleibt es.“

Donnerstag,
29. Oktober
2020
Eine Hommage für den Autor, Filmemacher und Zeitgenossen Thomas Brasch. Die Geschichte des Künstlers Thomas Brasch (1945-2001) ist so faszinierend wie tragisch:  Das Kind jüdischer Emigranten wurde in England geboren und kam bereits als Einjähriger nach Deutschland in die Sowjetische Besatzungszone, wohin die aus Wien stammende Mutter Gerda ihrem Ehemann Horst Brasch nur widerwillig folgte.
>

«Dürfen wir eintreten, Karin Huser»?

Donnerstag,
12. November
2020
Am Donnerstag, 12. November 2020 um 16.30 oder um 18.00 Uhr zeigt uns die promovierte Historikerin und Buchautorin Karin Huser ihren Arbeitsort, das Staatsarchiv des Kantons Zürich an der Winterthurerstrasse 170 auf dem Universitätscampus Irchel.  Karin Huser, die sich unter anderem mit der Publikation «Schtetl an der Sihl» (Chronos Verlag 1998) und der Mitarbeit an der «Geschichte der Juden im Kanton Zürich» (Orell Füssli 2005) einen Namen gemacht hat, präsentiert uns eine Auswahl aus der grossen Anzahl von Originaldokumenten zur jüdischen Geschichte Zürichs, die sich im Staatsarchiv befinden..
>

«In der Sowjetnacht werde ich beten / für das selige sinnlose Wort»

Sonntag,
1. November
2020
Der 1891 in Warschau geborene, 1938 im Gulag ums Leben gekommene russisch-jüdische Dichter Ossip Mandelstam zählt zu den bedeutendsten lyrischen Stimmen des 20. Jahrhunderts. Der Literaturnobelpreisträger Joseph Brodsky bezeichnete ihn als «modernen Orpheus». Als politisch Verfolgter, der sein entlarvendes Epigramm auf den «Seelenverderber» Stalin mit dem Leben bezahlte, verdankt er seinen Weltruhm auch den Memoiren «Das Jahrhundert der Wölfe» seiner Witwe Nadeschda Mandelstam, die seine Gedichte auswendig lernte, um sie vor dem Zugriff von Stalins Häschern zu bewahren. Mitten in den Revolutionswirren schrieb er: «In der Sowjetnacht werde ich beten / für das selige sinnlose Wort». Heute gilt er als Klassiker der russischen Moderne.
>